Montag, 3. Juni 2019

Lueg, was es auf der Lueg zu luegen gibt

Freitag, 31. Mai 2019


Route: Affoltern im Emmental - Junkholz - Lueg - Rachisbergegg - Hasle-Rüegsau
Facts:  13 km, 240 Hm Aufstieg, 470 Hm Abstieg, Wege teilweise asphaltiert, T1

Ich bin im Rüegsaugraben aufgewachsen und bin mit meinen Eltern über fast alle Emmentalereggen gewandert. Da sind meine Wurzeln, und da zieht es mich jährlich mehrmals hin. Das ist mehr als Nostalgie! Auf Stau am Gotthard und Warten am Bahnhof Bellinzona kann ich getrost verzichten.

Start in Affoltern im Emmental

Blick über Rapsfelder hinüber zur Egg Richtung Eggschulhaus

Und bald schon die heute phänemonale Aussicht auf die Berner Alpen

Unter uns der Hof Nüechtern mit Blick zum Junkholz

Aufstieg zum Junkholz

Unter uns das Junkholz

Oben beim Hornusserplatz diese Aussicht! Da würde ich vor lauter luegen den Nouss nie preichen!
Nach einer guten Stunde kommen wir auf der Lueg an und blicken hinunter zum Weiler Heiligenland. Der Aussichtspunkt Lueg hiess früher Heiligenlandhubel. Im Jahr 1931 hat die SAC Sektion Burgdorf das Panorama von diesem Hubel herausgegeben. Es enthält mehr als 300 Gipfel in 14 Kantonen. Da gibt es wahrlich sehr viel zu luegen!


Der Weiler Heiligenlandhubel

Die Aussicht vom Eiger bis zum Rinderhorn ...

... und vom Wetterhorn nach Westen
Im Jahr 1921 wurde das Luegdenkmal eingeweiht. Es erinnert an die im 1. Weltkrieg an der spanischen Grippe verstorbenen Berner Kavalleristen.

Namenstafel
Abstieg von der Lueg - Blick zum Jura


Unterwegs kommen wir beim Leelädeli vorbei. Ohne einen Einkauf in diesem sympathischen Hofladen gehen wir nie vorbei. Wir geniessen die schöne Aussicht - aber davon können die Landwirte ja nicht leben.


Dieses Wohnhaus war früher das Rotenbaum Schulhaus.

Der Weiler Zitistu (Zeitlistal)

Wohl wegen der Heumahd sehen wir viele Milane

Aussicht von Thesis Bänkli zum Jura

... und zu den Alpen - mit Schrattenfluh und Hohgant

Schöne Linde auf der Almisbergegg
An die Rachisbergegg habe ich besondere Erinnerungen. Hier lehrte mich mein Vater alle Berge benennen - und hier hatte ich meinen ersten Skiunterricht. Der einzige Nachteil des Hanges - es ging kaum abwärts ....

Aussicht 1

Aussicht 2
Wir nähern uns dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin und die Schulen besucht habe. Da sind meine Gedanken bei vielen Menschen aus jener Zeit, die nicht mehr unter uns sind.

Blick ins Bigental

Schöne Linde oberhalb Otzenberg

Rüegsauschachen

... und zum Schluss die Emme, der wichtigste Fluss der Welt


Dienstag, 28. Mai 2019

Doubs zum zweiten - von Goumois nach Soubey

Donnerstag, 23. Mai 2019


Das war schon immer so: wenn mich der Doubs im Frühjahr packt, dann packt er mich! Ich habe das grosse Bedürfnis, ihm in Etappen von St. Ursanne bis zum Lac des Brenets zu folgen. Ganz nach Wilhelm Busch: Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich.


Route: Goumois - La Caborde - Moulin Jeannottat - Clairbief -  Lobchez - Soubey
Facts:  14 km, 125 Hm Aufstieg, Abstieg 140 Hm, gute Wege, mit Rasten und Fotografieren 4 Std.

Über La Chaux-de-Fonds und Saignelégier ist man rasch unten am Doubs. An Wochentagen ist der Fahrplan des Busses nach Goumois ganz auf die Bedürfnisse der Schüler ausgerichtet. Das macht die Fahrt unterhaltsam!


Ankunft in Saignelégier



Anschluss auf den Schulbus nach Goumois




Weil schon Mittagszeit ist, verzichten wir auf die Einkehr im Hôtel du Doubs

Auf immer schmaler werdendem Strässchen wandern wir nun flussabwärts bis zur Moulin Jeannottat. Im frisch belaubten Wald sind die Ausblicke auf den Doubs eher spärlich.



Kurz nach Goumois der Affenfelsen, der Rocher du Singe




Spärliche, aber romantische Ausblicke




Robinson und Freitag haben Besuch ...

Dem Doubs entlang verläuft die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz,  anders als bei Flüssen sonst üblich, nicht in der Flussmitte, sondern am rechten Ufer. Der Doubs gehört also ganz zu Frankreich. Dem entsprechend sind die Vorschriften für die Fischer.




Fischen nur mit französischem Patent erlaubt




Eine Vorschrift, die ich als Nicht-Fischer nicht verstehe




Landschaft in Grün und blau




Nur wenige landwirtschaftlich genutzte Flächen



1/4 Schweiz, 3/4 Frankreich ....

Und dann, ich habe mich schon früher darüber aufgeregt, kommt ein maroder Campingplatz. Von Les Pommerats führt ein schmales Strässchen den steilen Wald hinunter. Ein Beispiel von Ortsplanung ...






Rast an einem lauschigen Seitenbächlein



Die Buvette bei der Moulin Jeannottat hat aussergewöhnliche Angebote



Weiter geht es ....




... Richtung Clairbief




Die Passerelle hinüber nach Clairbief




Da wird immer behauptet, ich könne nicht schwimmen ....



Kurz vor Lobchez



Im Mai 2019





Im April 2012

Na ja - und wieder sind wir in Soubey und fahren mit dem Postauto über das Clos du Doubs nach St. Ursanne. Letzte Blicke von der Brücke ...


Fluss abwärts ...




Fluss aufwärts ...




Einfach schön ist sie, unsere Schweiz ...


Link auf meinen Bericht auf Hikr.org vom April 2012: